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Indischer Taubensittich von Herkunft bis Zucht

Taubensittich im Portrait

Wissenschaftlicher Name Psittacula columboides
Körperlänge 35 - 40 cm (mit Schwanz)
Gewicht 75 - 95 Gramm
Lebenserwartung 12 - 16 Jahre
Verbreitungsgebiet Tropenwälder im Südwesten Indiens
Lebensraum Laub- und Bergwälder
Familie Eigentlichen Papageien (Psittacidae)
Gattung Edelsittiche (Psittacula)
Indischer Taubensittich Das Männchen hat einen schwarzen und blau-grünen Ring am Nacken. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Gefieder und Stimme des Taubensittichs

Der Ruf des Taubensittichs klingt eher rau und wird als mittellaut und ausdauernd beschrieben. Das Gefieder ist taubengrau in seiner Grundfarbe. Flügel und Schwanzfedern zeigen sich zumeist in leuchtenden Blau- und Grüntönen, wobei die Spitzen des gestuften Schwanzes an der Unterseite gelblich sind. Die Oberseite ist dunkelblau. Bereits nach der ersten Mauser haben Taubensittiche ein vollständiges Erwachsenengefieder.

Die Männchen haben einen bläulich grauen Kopf mit einem schwarzen und einem bläulich grünen Halsband. Ihre Schwanzfedern sind länger als die der Hennen. Der Oberschnabel ist kräftig rot und verläuft Richtung Schnabelspitze ins Gelbliche, während der Unterschnabel schwarz ist. Die Iris ist leuchtend gelb.

Taubensittich Weiblich Weibchen haben nur das schwarze Halsband.

Weibchen haben einen gräulich grünen Kopf mit einem leicht schwarzem Halsband. Ihr Schnabel ist schwarz und ihre Iris hat eine weniger leuchtende Farbe. Jungvögel haben ein graugrünes Federkleid ohne Halsring. Das Gefieder und der Halsring sind im jungen Alter noch nicht richtig ausgeprägt. Der Schnabel der Sittiche ist anfangs noch leicht orangerot, wird nach circa 6 Wochen aber schwarz. Bei Hähnen wird der obere Schnabel Teil nach 5 - 6 Monaten rot und bei den Hennen bleibt er schwarz. Phänomene dieser Art werden in der Zoologie auch als farblicher Dimorphismus bezeichnet.

Herkunft und Lebensraum des Taubensittichs

Taubensittiche sind in den Laub- und Bergwäldern im Südwesten Indiens beheimatet. Sie zählen zur Familie der Eigentlichen Papageien und innerhalb dieser zur Gattung der Edelsittiche. Im Englischen wird diese 1830 entdeckte Papageienart als Malabar Parakeet bezeichnet. Der Sittich ist auch als Blaugeflügelter-Sittich bekannt.

Laut 'Roter Liste' zählen Taubensittiche zu den nicht gefährdeten Arten. Und doch gelten sie unter deutschen Vogelzüchtern als Rarität und müssen, da sie meldepflichtig sind, beringt werden.

Die Sittiche halten sich meistens in einer Höhe von bis zu 1.500 Metern auf. Sie können im heißen Tiefland oder auf leicht hügeligem Gelände gefunden werden. Auch in Gummi- oder Kaffeeplantagen sind sie zu sehen. Besonders lieben sie Indische Korallenbäume mit ihren leuchtend roten Blüten und deren Nektar. Treffen die Vögel auf Pflaumenkopfsittiche, fliegen sie zusammen in größeren Gruppen umher. In der Natur werden diese Tiere unter günstigen Bedingungen etwa 16 bis 20 Jahre alt.

Haltung in Volieren

Taubensittich Jungvögel Jungvögel (Foto) haben noch keinen Halsring - egal welches Geschlecht.

Taubensittiche sollte in großen Volieren gehalten werden, die mindestens 2 x 1 x 1 Meter groß sind. Die Taubensittiche sollten paarweise in einer frostfreien Voliere untergebracht werden. Eine Einzelhaltung ist nicht zu empfehlen. Um Bissverletzungen vorzubeugen ist ein doppelter Volierendraht notwendig.

Weiterhin sollte man eine Bademöglichkeit, sowie Äste und Zweige zur Beschäftigung bereitstellen. Zur Zucht eignen sich Naturstammhöhlen sehr gut, da sie von den Paaren gerne angenommen werden. Nistkästen sollten nicht viel größer als die Tiere selbst und mit einem etwa 8 cm großen Einschlupfloch versehen sein. Einstreuen kann man Sägespäne oder grobe Holzspäne, die jedoch von manchen Vögeln auch wieder heraus befördert werden. In unserem Ratgeber zur Haltung in Volieren und Käfigen kannst Du mehr erfahren.

Ernährung

Zum natürlichen Futter der Vögel zählen Nüsse, Samen, Knospen, Nektar und gelegentlich auch Insekten. In Menschenobhut reicht man eine handelsübliche Großsittichfuttermischung, wobei der Anteil an Sonnenblumenkernen nicht zu hoch sein sollte. Auch Gras und Futterkalk frisst der Sittich. Darüber hinaus solltest Du frisches Obst und Gemüse füttern, um seinen Vitaminbedarf zu decken und beispielsweise Weidenzweige, um den Mineralhaushalt auszugleichen.

Zucht und Brut der Taubensittiche

Taubensittich Küken unbefiedert Die Küken schlüpfen meistens nach 23 Tagen.

Das Brutgeschäft kann bereits in den Wintermonaten beginnen und bis ungefähr März dauern. Die Höhlenbrüter legen meistens 3 - 4 Eier. Nach circa 23 Tagen schlüpfen die Jungvögel, jedoch wurden von einigen Züchtern auch schon deutlich längere Brutzeiten beobachtet. Nach der Nestlingszeit von 49 Tagen werden die Jungen noch weitere zwei Wochen von den Eltern gefüttert, bis sie selbstständig sind.

Kleinanzeigen für den Taubensittich

Bei markt.de werden oft Taubensittiche gesucht oder angeboten. Du kannst in den Inseraten schauen oder selbst eine Kleinanzeige für den Taubensittich schalten. Bitte achte auf die Ringpflicht für diese Vogelart. Hast Du Dich bereits zum Kauf entschieden, so findest Du in diesem Ratgeber über den Vogelkauf zusätzliche Informationen. Falls Du Dir noch nicht sicher bist, kannst Du in diesem Papageien-Ratgeber mehr zur Auswahl eines Tieres lesen.

 

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Bildquellen:
Bild 1 - 4: © Bernhard Suer / www.vogelzucht-suer.de